Presseschau 2011

Allgemeine Zeitung vom 12.11.2011

Ja-Wort unter Eiskalten Brüdern –
33 Paare trauen sich am 11.11. in Mainz

Von Benjamin Kilb

So viel Medienrummel wird an gewöhnlichen Tagen nur heiratenden Thronfolgern zuteil. 33 Liebespaare betraten das Mainzer Rathaus im Laufe des 11.11.11 und verließen es als Ehepaar. Einen Höhepunkt des Trauungsmarathons stellte die Vermählung von Bianca Ott und Frank Kleinhenz dar, einem Fastnachtspaar der Eiskalten Brüder. Seit fast fünf Jahren sind die beiden liiert, und natürlich kam für das jetzige Ehepaar Kleinhenz nur das fastnachtlich perfekte Schnapszahldatum als Tag ihrer Trauung infrage.

Besser kann ein über die Fastnacht verbundenes Liebespaar nicht heiraten: eine Eheschließung am markantesten Fastnachtsdatum des Jahrhunderts, ein Saal voller Narren und der Ort der Trauung nur wenige Meter vom Rhein entfernt. Ein Heer an Kameras, Tonangeln und Kunstlichtern befand sich teilweise näher am Brautpaar als Frank Kleinhenz an seiner Gattin.

Trauzeugin hat noch Geburtstag
Der Zufall wollte es, dass sogar die Trauzeugen und die Standesbeamte Sibylle Hanspach Novemberkinder sind, Bianca Kleinhenz’ Trauzeugin feiert am 11. November gar ihren Geburtstag. Neben einem halben Dutzend Pressevertreter war auch die Führungsriege der Eiskalten Brüder während der Trauung zugegen. Nach der Eheschließung erhielt das ganz in weiß gekleidete Ehepaar Kleinhenz von Standesbeamtin Hanspach noch den Segen von Gott Jokus.
Rund 15 Auftritte absolvieren Bianca und Frank Kleinhenz alljährlich während der Fastnachtskampagnen der Eiskalten Brüder, sogar Sohn Ben (1), der wie sein Vater einen weißen Smoking trug, ist bereits als Eisbär in die Umzüge des Gonsenheimer Fastnachtsvereins eingebunden.
Wie Karlheinz Hummel, Präsident der Eiskalten Brüder, nach der Trauung berichtete, hatten sich Bianca und Frank auch bei den „Eiskalten” kennen- und lieben gelernt. „Umso schöner ist es, dass die beiden sich auch das Eheversprechen im närrischen Rahmen geben. Die vielen familiären Bindungen bei den Eiskalten Brüdern erfreuen immer wieder aufs Neue”, so Hummel.

Anfragen gab es noch viel mehr, aber...
Den Trauungsgästen wurden nach der Vermählung spezielle Fastnachtsorden vom Ehepaar Kleinhenz überreicht. Mitkoordiniert wurden die dreimal elf Trauungen am Freitag von Ralf Peterhanwahr, dem Sprecher der Stadt Mainz. „Wir hätten aufgrund der Anfragen noch weit mehr Ehepaare trauen können, doch das dann wäre in Akkord ausgeartet”, berichtete Peterhanwahr. Für die 33 Trauungen wurden ohnehin schon zwei Zimmer des Mainzer Rathauses von 9 Uhr bis 17 Uhr belegt.
Ebenfalls den Bund der Ehe gingen am Freitag Seher Sahinkaya (25) und Kamil Dadarshor (28) ein. Beide hatten den 11. November als Trauungsdatum bekommen, weil ein anderes Ehepaar absagen musste. Zwar gehören Seher und Kamil keinem närrischen Verein an. „Doch die Fastnacht gehört für uns zum Mainzsein dazu, auch wir feiern immer kräftig mit”, so der aus Aserbaidschan stammende Kamil, der mit der türkischstämmigen Seher seit vier Jahren zusammen ist.

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Mainzer Rhein-Zeitung vom 14.09.2011

Weck, Worscht, Woi und Andreas Schmitt 

Jubilar Fastnachter feiert 50. mit viel Prominenz

Von unserem Redakteur Bardo Faust

Nieder-Olm. Vier Dinge gehören zur Meenzer Fastnacht: Weck, Worscht, Woi – und Andreas Schmitt. Zu diesem Punkt gab es keine zwei Meinungen unter den mehr als 200 Gästen in der Eckeshalle, die mit dem Sitzungspräsidenten der Eiskalten Brüder Gonsenheim und närrischen Obermessdiener 50. Geburtstag feierten.

Gekommen waren viele: Prominente, Halb-Prominente und Gar-Nicht-Prominente. Und das ist es auch, was viel von Schmitts Beliebtheit ausmacht – er kann einfach mit jedem: Ob mit den närrischen Bekanntheiten Jürgen Dietz (Bote vom Bundestag), Richard Wagner (MCV-Präsident) und Karl Otto Armbrüster (Ober-Prinzengardist) oder den politischen, wie etwa dem Mainzer SPD-Chef Michael Ebling oder Gonsenheims Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU). Oder den Freunden aus seiner Nieder-Olmer Lieblingskneipe, der Domherrnklause. Oder eben auch ZDF-Intendant Markus Schächter, der eine Stippvisite an der Selz machte. Und auch sein alter Heimatverein, der Nieder-Olmer Carneval-Club, war vertreten. Dort hat Schmitt als Bub schon Zwiegespräche gehalten und später seine ersten Schritte als Sitzungspräsident gemacht. Dafür gab es von seinem Nachfolger Mathias Solms den Goldenen Windbeidel.

Der Jubilar, hauptberuflich EDV-Mann beim Bistum Mainz, musste sich viele Spitzen über seine Leibesfülle anhören, etwa von Eiskalte-Chef Karlheinz Hummels: „Man kann von ihm das letzte Hemd haben. Das Gute daran ist, dass darunter drei Wohnsitzlose Platz haben.“ Aber viel mehr noch drückten die Redner und vor allem die Menschen von der Straße per Video ihre Wertschätzung für den Narren Schmitt aus. Und von dem wird noch was erwartet – mindestens die Sitzungspräsidentschaft von Mainz bleibt Mainz, wie der stete Vergleich seines Lieblingsurlaubsortes Schwangau mit Oberstaufen, dem legendären Kurort des legendären Rolf Braun erahnen lässt.

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Mainzer Allgemeine Zeitung vom 12.09.2011

Eine Kultfigur wird 50

GEBURTSTAG Andreas Schmitt: Obermessdiener und Sitzungspräsident „in der Mitte des Lebens“

Von Maike Hessedenz

MAINZ. Wenn Andreas Schmitt so richtig loslegt, gibt er sich mit Kleinigkeiten gar nicht erst ab. So kennt man ihn aus der Bütt - und so feiert er auch seinen 50. Geburtstag. In der Nieder-Olmer Eckeshalle werden heute Abend 200 Gäste erwartet; Weggefährten aus der Fastnacht, Vertreter aus Politik und Medien sind dabei, wenn der „Obermessdiener vom Dom“ das halbe Jahrhundert vollmacht. Was genau auf dem Programm steht, ist auch für ihn eine Überraschung; die Feier ist nämlich ein Geschenk seiner Frau und der beiden Söhne. Dass er im Rampenlicht steht, ist für Andreas Schmitt natürlich nichts Ungewohntes: In der Mainzer Fastnachtslandschaft ist der Nieder-Olmer längst zum Stargast einer jeden Sitzung avanciert.

Aktiver Fastnachter ist er schon seit den 70er Jahren, unter anderem beim Nieder-Olmer Carneval Club; vor 29 Jahren schließlich stieß er zu den Eiskalten Brüdern Gonsenheim, ist seit 1996 deren Sitzungspräsident. Aber nicht nur das: „Ein Häuptling muss auch Indianer sein“, lautet Schmitts Devise - und so steigt er traditionell als Schlussredner bei den Eiskalten in die Bütt.

Bei zahlreichen TV-Fastnachtsveranstaltungen sorgt er dafür, dass Mainzer Kokolores in ganz Deutschland bekannt wird; unter anderem hat er bei der Sat1-Produktion „Helau aus Mainz“ mitgewirkt, bei der ZDF-Show „Karneval hoch drei“, war bei den Mainzer Open-Air-Sitzungen „Da wackelt der Dom“ dabei. Und ist seit vier Jahren in Folge in der traditionsreichsten TV-Sitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ ebenfalls mit seiner Paraderolle des Obermessdieners als Schlussredner erfolgreich.

„Dass diese Figur so einschlägt, hätte ich nicht gedacht. Der Messdiener ist ja richtig zu einer Kultfigur geworden“, sagt Schmitt, der im wahren Leben beim Bischöflichen Ordinariat in der EDV tätig ist. Dass ab heute eine Fünf in seinem Alter vorne steht, nimmt er gelassen. „Die 50 ist die Mitte des Lebens“, lacht er, „ein paar Jahre kann ich also locker noch weitermachen.“

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Allgemeine Zeitung vom 01.03.2011

Kalauer und kurze Hose

EISKALTE BRÜDER Herrliche Kneipenfastnachtsstimmung bei „Alt-Gunsenum“

Von Bernd Funke

Da schiebt ein „Mannemer“ sein Fahrrad auf die Bühne der Gonsenheimer Turnhalle. Feuerrote Perücke. Kurze Hose. Ist er‘s? Ja, Bundestagsbote Jürgen Dietz hat seinen Frack im Schrank gelassen und sich in dieses für ihn geradezu wahnwitzige Kostüm gepackt, um bei der aus den Fugen geratenen Kneipenfastnacht namens „Alt-Gunsenum“ die Rostra der Eiskalten Brüder zu entern. Und im Stil der verblichenen Fastnachtsgrößen Willi Lamneck, Friedel Panitz, Willi Scheu und Rolf Braun verpackt Dietz Kokolores der feinen Art.

„Alt-Gunsenum“ - das ist einfach Kult. Das ist nicht nur ob eines quirrlig-schnodderig-frivolen Sitzungspräsidenten Andreas Schmitt überhaupt nicht vergleichbar mit einer der großen Sitzungen in der Rheingoldhalle. In der Turnhalle nimmt man sich gegenseitig auf den Arm, ohne sich fallen zu lassen. Und wenn Schmitt auch mal ein „Halt‘s Maul“ oder ein nicht gerade feines „Arschloch“ vernehmen lässt, dann zuckt noch nicht einmal Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in der ersten Zuschauerreihe zusammen.

Schließlich ist ja auch er ein „Eiskalter Bruder“ und kennt seine Pappenheimer.

Der Ablauf gleicht einer „richtigen“ Sitzung fast bis auf‘s Haar. Mit einem kleinen Unterschied: einziger „politischer“ Vortrag ist das Protokoll. Andreas Keim tummelt sich reimend zwischen einer von „ihren“ Männern verlassenen Kanzlerin, dem („Gerechtigkeit sieht anders aus“) 5-Euro-Zuschlag für Hartz IV-Empfänger, einem Lob der Menschlichkeit mit Blick auf Walter Steinmeiers Nieren-Spende und der heiß diskutierten Buslinie 47 („Wer fährt schon freiwillig nach Wiesbaden?“).

Das war‘s dann aber auch schon mit halber Ernsthaftigkeit im 49. Jahr der „Eiskalten“. Die vor 20 Jahren gegründeten „Spinatwachteln“ zeigen sich nach wie vor jugendfrisch (und nahezu immer den Ton treffend) auf Wochenmarkt und Fitness-Trip, und die Marienborner Markus Schwalbach und Wolfgang Hochhaus kalauern herrlich britisch-unterkühlt als Lord und Butler.

Die Kalauer-Ecke ist riesig an diesem Tag: Ob beim schon fast legendären Zwischenspiel, bei dem als Nonnen verkleidete Männer der Finther (!) Feuerwehr von der DSDS-ähnlichen „Schuuri“ mit dem „Italiener Jens Bankrotti“ (OB Jens Beutel) der Gonsenheimer Sängerpreis zugestanden wird und SPD-MdB Michael Hartmann als Pfarrer rockt bis hin zum „Bewerbungsgespräch“ zwischen einem blendend aufgelegten Karlheinz Hummel und „Obermessdiener“ Andreas Schmitt. Der taucht auch noch als ballonartiger „Roberto Blanco“ bei den Komiteemusikern auf.

Und dann die „Eisbären“! Wahnsinn, was die junge Truppe zu bieten hat: Gesang, Texte und Kostüme - alles passt bei „Asterix, Obelix & Co.“ Und zwar so perfekt, dass man Andreas Schmitt zustimmen muss, der bedauert, dass es die „Eisbären“ nicht in die TV-Sitzung geschafft haben.

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Rhein-Zeitung vom 24.01.2011

Eiskalte Brüder haben großen Spaß

Lachtränen Wenn Narren sich selbst auf die Schippe nehmen, freut sich das Publikum

Von unserer Mitarbeiterin Trudy Magin

Gonsenheim. Wenn Innenminister Karl Peter Bruch und Staatssekretär a.D. Walter Strutz sich Ströme von Lachtränen aus den Augen wischen; wenn Sitzungspräsident Andreas Schmitt wie ein wild gewordener Gummiball hüpft und dem närrischen Publikum eiskalt mit Rauswurf droht, sofern es nicht das Maul hält, solange er seinen Sermon durch den Saal donnert; wenn die Narren dann so ziemlich jeden Beitrag auf der Bühne mit orkanartigen Beifallsstürmen im Stehen honorieren – dann ist Prunksitzung in Gonsenheim. Genauer: bei den Eiskalten Brüdern Gonsenheim (EBG). Präsident Karlheinz Hummel konstatierte einmal mehr: Die Fans drängen sich in acht ausverkauften Sitzungen klaglos Backe an Backe und haben einen Riesenspaß am Programm, das hauptsächlich von Eigengewächsen lebt – die sich auch selbst gewaltig auf die Schippe nehmen.

Es Heinzje macht vier Wochen „Rente auf Probe“ und zieht Bilanz: Auf der Arbeit kannste mal sage: Komm, leck misch, heit mach isch mol garnix. Sowas daheim? De Dag wär geloffe. Spricht gegen die Frührente. Bei Heinz Eisinger und seinen schrägen Philosophien biegen sich die Balken. Toll ist sein Zwiegespräch mit seinem „besten Stück“: „Warum nur stirbst du vor mir?“ Fast ein Pendant dazu: Weichei Michael Müller. Er ist völlig baff, denn er kriegt Nachwuchs – wie und warum, weiß er nicht, führt aber trotzdem vor, wie man schwanger auf dem Medizinball turnt. Nochmal Kokolores vom Feinsten von Rudi Lukas und Guido Heddergott als männliches Prinzenpaar mit Blick hinter die royalen Klostermauern Europas – und der trüben Erkenntnis: „In Rio is die Fassnacht knackisch, die Mädels tanzen puddelnackisch – so’n Shit, in Gunsenum nit!“

Das nennt sich rasanter Karrierestart: Paco & Paco waren noch gar nicht durch mit dem Programm, hieß es schon stürmisch „Zugabe“. Zum ersten Mal als Duo auf der Bühne, zum ersten Mal zwei neu geschriebene Songs vorgestellt, einer voller Schwung, das Abschlusslied mit Heile-Gänsje-Flair, also genau richtig zum „Runterkommen“: Christian Carra (25), von Kind an „Eiskalter“, und sein Vater Gerhard Carra haben ihr Debüt bravourös gemeistert. Gerade fertig mit dem Mathe- und Sport-Studium und auf dem Weg zum Lehrer, aber auch musikalisch erprobt, wollte es Christian mal mit dem Papa versuchen. Der ist ebenfalls Lehrer, „Eiskalter“ und zudem Sänger bei den „Konfettis“. Das Publikum ging ab wie eine Rakete. Mit Können, Niveau und Herzblut einen Saal voller Leute gleich zu Anfang des Abends in derart beschwingte Stimmung zu versetzen – das war der Mainzer Rhein-Zeitung die Überreichung des Hausordens wert.

Großes Lob auch der Hausband „Synkopers“, dem tollen Eröffnungsballett der Youngsters im maritimen Stil, dem Ballett der Füssiliergarde und den Stimmungsliedern von Ede Strack. Torsten Ranzenberger holte mit seinen schmissigen Melodien die Fans zu später Stunde noch einmal von den Stühlen. Dieter Kral und Hennes Schneider, ehemals Hofsänger, bereichern als Duo „HeDi“ mit Pianist Dirk Stetter die Szene.

Toll auch das fantasievolle Singspiel der „Eisbären“: Die Gallier weihen die Römer in die Mythen der Fassenacht ein. Ein absoluter Augenschmaus war die Präsentation des EBG-Balletts: Traumhaft schön die fantasievollen Kostüme, beeindruckend die Choreografie. Eine Glanzleistung unter der Leitung von Karin Carra.

Die vier folgenden Redner sollen selbst zu Wort kommen. Protokoller Andreas Keim zu Schäubles Beschlüssen: „Wir wer’n entlastet ohne Sinn, von Geld und von uns’rem Gewinn.“ – Zum Militäreinsatz: „Es kämpft das ganze Abendland um Frieden, dort, im Morgenland.“ – „Die Wohnbau hat bei ihr’m Ent-Laub-en viel Mist ans Tageslicht gebracht.“ Bote Jürgen Dietz weiß Neues aus Bundestag und Volkswirtschaft: „Sind Sie noch in der FDP? Das ist ein Zeichen von Humor.“ / „Banküberfälle geschehen jetzt humaner – mit CD.“ Obermessdiener Andreas Schmitt weiß, warum Frauen länger leben als Männer: „Die Zeit, die sie beim Rückwärtseinparken brauchen, schreibt ihnen der liebe Gott gut.“

Auch 2011 ein absoluter Abräumer: Sabine Pelz, diesmal als Richterin Justizia Mogunzia. Unterschiede zu ihrem Vorberuf als Fußpflegerin sieht sie kaum: „Da hab ich gesagt, Ihr Keesfüß brauchen Deo, jetzt heißt’s in dubio pro reo.“ Nachbarschaft, definiert sie, kommt von „moi Nachbar schafft mich“ – und eine Kaskade von Episoden ergießt sich über das Auditorium. Der Beifall wurde zum Orkan.

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