Presseschau 2007 – 2009

Allgemeine Zeitung Vom 19.01.2009

Sitzung der Eiskalten erfreut Narrenherz

Protokollchef Brandmüller nimmt nach der Kampagne seinen Hut / Eisbären als Höhepunkt

MAINZ. Lachtränen, bis dem Publikum die Schminke läuft, Gesangseinlagen, bis die Halle schunkelt, politische Spitzen, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt, und ein bewegender Abschied - die zweite Fremdensitzung der Eiskalten Brüder bot alles, was das Narrenherz begehrt.

Von Mara Braun

Fünfzehn Jahre war Helmut Brandmüller Protokollchef - nach der Kampagne 2009 endet die Amtszeit des pointierten Redners. Er wolle nicht, wie jüngst Johannes Heesters, mit 105 Jahren plötzlich „Hitler huldigen“, erklärt er verschmitzt, außerdem sei es seine Überzeugung, dass die Fastnacht jung bleiben müsse.

Bütt an Bütt hält der Scheidende das Protokoll mit Nachfolger Andreas Keim, der beteuert, neue Besen sollten besser kehren: „Doch das ist nicht zu schaffen.“ Und zu Brandmüller: „Dein Beispiel soll mich leiten!“ - da flammt heftiger Applaus durch die Reihen in der Turnhalle Gonsenheim.

Quasi im Duett nehmen beide die Finanzkrise ebenso aufs Korn wie die hessische Politik ("Thorsten Schäfer-Gümbel gegen Roland Koch, das ist wie Bayern München gegen Mombach 03"). Das erste „uiuiui“ erntet Keim, der in Anspielung auf eine US-Astronautin, die im Weltall ihre Werkzeugtasche verlor, konstatiert: „Gebt niemals Werkzeug einer Frau!“

Mit hingebungsvoller, kindlicher Ernsthaftigkeit bringen die Tanzmäuse des TSV Schott Mainz ihre Show auf die Bühne und werden vom Publikum begeistert gefeiert. Klaus Koop gibt mit viel Liebe das „Geigerfränzje“ und bedankt sich, dass ihm ein Denkmal errichtet wurde. Denkmal, das bedeute auch: „Denk mal, warum ich hier steh´, hier war meine Heimat, hier war ich glücklich.“
Eindeutiger Höhepunkt der ersten Programmhälfte - die Eisbären als Figurenansammlung aus der Augsburger Puppenkiste, die nicht recht wissen, was sie zur Fastnacht beitragen können. In Gedenken an Ernst Neger wollen sie dessen Enkel Thomas auf die Bühne holen, der kenne sich da aus. Während einige Damen im Saal schon in Erwartung des smarten Fastnachtsboys die Luft anhalten, ist es in Wirklichkeit Christopher Ludwig, Leiter der Eisbären, der gleich darauf Lokomotive Emma über die Bühne rollt und „Im Schatten des Doms“ zum Besten gibt.

Etwas müde kommt im zweiten Teil Schuldezernent Peter Krawietz daher, als er seinen Vortrag mit einem anklagenden Vers darüber beginnt, im letzten Jahr in puncto Schulpolitik ins politische und mediale Kreuzfeuer geraten zu sein.

Wie immer am Pulsschlag der geplagten Bahnreisenden fegt hingegen Sabine Pelz als Zugbegleiterin ohne Kaffee und Gnade über die Bühne. Ihr liegt der Saal spätestens dann kreischend zu Füßen, als sie Bord-Bistro-Bedienung-Bärbel porträtiert: „Das sportlichste an der Frau ist ihr Eisprung.“
Wie immer in seinem Element präsentiert sich Andreas Schmitt als Obermessdiener, der Jürgen Klinsmanns Umgestaltung der Bayern-Lounge als Buddha-Tempel wie folgt kommentiert: „Drum sprach der liebe Gott, ach nein, Herbstmeister wird Hoffenheim.“

Ein besonderes Lob gebührt auch dem neuen Sitzungspräsidenten Karlheinz Hummel, nicht nur, weil er 19 Kilo abgenommen hat (Schmitt: „Wenn der die Enten füttert, schmeißen sie das Brot zurück"), sondern auch, weil sein Organisationstalent weit genug reicht, um Ortsvorsteherin Sabine Flegel binnen Minuten in die Halle zu zaubern: Sie hatte sich mit der Anfangszeit der Sitzung geirrt und zuerst gefehlt.

Der AZ-Jokus geht an die Eisbären, deren fulminante Show sich mit nur einem Wort treffen beschreiben lässt: Grandios!

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Allgemeine Zeitung vom 08.12.2008

Blick nach vorn

"Eiskalte Brüder“ feiern im Hyatt Regency

 bcs. GONSENHEIM Der Große Rat der „Eiskalte Brüder“ Gonsenheim wird 50. In Erinnerung an alte Zeiten und mit frohgestimmtem Blick auf die neue Kampagne feierten die Eiskalten im Hyatt Regency. Der Große Rat hat nun neben Mainzern, Schwaben und Pfälzern auch einen Niederländer in seinen Reihen. Der Generalmanager des Hyatt Regency wurde in den erlauchten Kreis der Förderer des Carnevalsvereins aufgenommen. Auch die Unternehmer Daniel Löw, Dr. Walter Müller, Wolfgang Kronewitter und Wolf Schneider wurden als Mitglieder im Rat empfangen, den Ehrenpräsident Philipp Becker vor 50 Jahren gründete. Eigentlich wollte Becker nur das 6x11. Jubiläum vorbereiten und die Vereinskasse entlasten, als er die Idee eines Förderrates hatte, erinnerte Ehrenvorstandsmitglied Dr. Peter Krawietz. Dass im Gründungsjahr 1958 auch zum letzten Mal ein Fastnachtsumzug stattfand, machte der Laudator mit einem verschmitzten Lächeln aber nicht am Großen Rat fest. „Der große Erfolg der Eiskalten liegt nicht nur an den guten Sitzungen, sondern auch an der finanziellen Basis eines vielfältig besetzten Großen Rates“, lobte OB Jens Beutel das engagierte Wirken um EBG-Präsident Karlheinz Hummel und treuer Mitglieder. Während der Feier ehrte der Vorstand Jubilare: Wilhelm Duch erhielt für 50-jährige Mitgliedschaft den silbernen Eisbären auf Marmor. Jakob Frenz steckte sich nach 40 Jahren die EBG-Nadel mit Edelstein an.

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Rhein-Zeitung vom 20.11.2007

Mit offenen Weinflaschen über die Bühne gewirbelt

Gelungener Kampagnen-Auftakt der Eiskalten Brüder - Bei der Närrischen Generalversammlung wurde viel improvisiert

GONSENHEIM. Wie bekämpft man als Eiskalte Brüder den tiefen Abschiedsschmerz über den Verlust einer so vertrauten Einrichtung wie die des Kiosks an der Kapellenstraße, den Eigentümer Karl-Heinz Bendinger (gespielt von ihm selbst) nach vielen Jahrzehnten verließ? Richtig - mit einer närrischen Hommage. Und weil"s grad passte, wurde der „Frau Neupächterin“ (Sabine Pelz) gleichzeitig eine Einweihungsfeier gewidmet. Wenn sich dann noch ein Rentner (Andreas Schmitt) mit Dalmatiner Sandy (gespielt von ihm selbst) und ein Penner (Rudi Lukas) ständig einmischen, ein Trupp „Straßenfeger“ aus Bischofsheim wild mit Mülltonnen herumrockt und ein Möchtegern-Komiker (Guido Heddergott) als einziger über seine Witze lacht, das aber nur, weil er sie sich selbst erklärt - dann kann das nur heißen: Es ist mal wieder Närrische Generalversammlung in der Gonsenheimer Turnhalle.

Auf der Bühne stand ein Kiosk, davor gestapelt Zeitungspakete und Getränkekisten, daneben Biertisch und -bank. Die „Frau Neupächterin“, sichtlich überfordert, jagte hysterisch durch die Kulissen. Da tauchte er endlich auf, der Retter in der Not und Vorgänger im Amt, um seine Nachfolgerin in die Geheimnisse der Kiosk-Materien einzuweihen. Seine souveräne Gelassenheit war aber auch dringend nötig bei all den Turbulenzen auf der Bühne.

Der Straßenbahn-Schaffner (Hans Issel) und der Weinhändler (Uli Brüggen) ließen kein Auge und kaum einen Fleck auf der Bühne trocken, so großzügig wurde mit wohlgefüllten, unverschlossenen Weinflaschen gewirbelt. Michael Müller und Christoph Selenka schilderten, zitternd auf Stöcke gestützt, den Wandertag von zwei Hundertjährigen, Rudi Lukas und Guido Heddergott per Diashow einen Betriebsausflug der Eiskalten - zum Klärwerk. Ortsvorsteherin Sabine Flegel gratulierte der „Neupächterin“ mit einem Vortrag aus Zeitschriften-Titeln, Klaus Koop als Geigerfränzje und die begabte Sängerin Nicole Weindorf mit einem Schlager-Medley. Die „Konfettis“ ließ das Publikum fast nicht mehr von der Bühne.

Wer zu den Eiskalten Brüdern geht, weiß, dass Sabine Pelz, Andreas Schmitt, Guido Heddergott oder Rudi Lukas Garanten sind für höchst unterhaltsame Stunden mit Garantie für Zwerchfellmassage. Die Vorstellung am Samstag war auch deshalb so lebendig, weil in vielen Szenen spontan improvisiert wurde, was Andreas Schmitt und besonders Sabine Pelz gut können.

Das Kostüm von Ulrike Sersch als „Stehtisch“ war gelungen, an Text und Vortragsweise kann sie allerdings noch etwas feilen. Den „Eisbären“ mit ihren gut geschulten Stimmen hätten begleitende Texte zu ihren Liedern gut getan. Ein Paradebeispiel für einen gelungenen Vortrag bot Frank Brunswig mit seinem Debüt als „Finther Spargelbauer“ - zweifellos ein Gewinn für die Mainzer Narrenszene. Das sind künftig auch Karl-Heinz Bendinger, der pensionierte reimende Kioskbetreiber und - was nun „exklusiv verraten“ wurde: Uli Brüggen und Hans Issel, zwei der „Drei Tenöre“, treten künftig als Duo bei den Eiskalten auf.    (tru)

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Allgemeine Zeitung vom 11.12.2007

Unterstützerzahl wächst

Vorweihnachtlicher Empfang der „Eiskalten Brüder“ in der Alten Patrone

red. GONSENHEIM Die Zahl der Unterstützer für den Carnevalverein „Eiskalte Brüder“ wächst. Bei seinem traditionellen vorweihnachtlichen Empfang, der in diesem Jahr auf Einladung von Sparkassen-Vorstand Hans-Günter Mann in der „Alten Patrone“ stattfand, nahm der Große Rat der „Eiskalten“ jetzt vier neue Mitglieder in seine Reihen auf: Ab sofort gehören der Chef des Finanzamts Mainz-Mitte, Dr. Peter Tress, sowie Dr. Dieter Gotthardt, Dr. Matthias Maurer und Heinrich Pohl zum Förderkreis des Vereins.

Vizepräsident Karlheinz Hummel begrüßte die neuen Mitglieder offiziell „im Kreise der Clubfamilie“ und gab einen Ausblick auf die Kurz-Kampagne 2008. Robert Graßl, Sprecher des Großen Rates, wie auch der Festredner, Kulturdezernent Dr. Peter Krawietz, unterstrichen, wie wichtig die Traditionspflege in der Fastnacht ist. „Es gibt Grenzen der Kommerzialisierung“, sagte Krawietz, der zugleich Vizepräsident im Bund Deutscher Karneval und Ehrenvorstandsmitglied der „Eiskalten“ ist.

Dass sich gerade bei den Eiskalten Brüdern viele Mitglieder schon seit Jahrzehnten engagieren, zeigten die Ehrungen: Protokoller Helmut Brandmüller und der Technische Direktor des Vereins, Hartmut Amlung, erhielten für jeweils 33 Jahre Komitee-Mitgliedschaft den Goldenen Komitee-Orden. Für jeweils 11 Jahre bekamen Vizepräsident Hummel und Thorsten Becker den Bronzenen Komitee-Orden. Erfahrung mit Jugend zu kombinieren, sei das Erfolgsrezept der „Eiskalten“, sagte Vorstandsmitglied Michael Heinz, der zugleich auf das 50-jährige Jubiläum des Großen Rates im kommenden Jahr hinwies. Exklusiv präsentiert bekamen die rund 60 Ratsmitglieder den neuen Hausorden 2008. Er zeigt einen goldenen Eisbären, der in einem Rahmen aus Dom und Gonsenheimer Rathaus, Gardisten und Komitee drehbar gelagert ist - ein Hinweis auf das rasante Tempo der Kurz-Kampagne.

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