Presseschau 2014

Allgemeine Zeitung Mainz vom 30.12.2014

Gonsenheimer Grenadiergarde feiert in neuer Kampagne 111. Geburtstag

Von Joe Ludwig

MAINZ - In der Fastnachtskampagne 2015 dürfte der Ruf „Helau“ bei einigen Mainzer Vereinen und Garden besonders oft und freudig klingen, weil runde Geburtstage oder närrische Jubiläen anstehen.

Wir kommen in lockerer Folge darauf zurück – und starten mit der 111 Jahr alten Gonsenheimer Grenadiergarde.

Wunsch nach Eskorte

Fest eingebunden in die große Gonsenheimer Familie des 122 Jahre alten Carnevalvereins „Eiskalten Brüder“ ist ihre Grenadiergarde. Noch ehe sie sich den jetzigen Namen gab, wurde sie im Jahr 1904 unter ihrem ersten Kommandanten Johann Dörr gegründet, weil die damals 11 Jahre alten „Eiskalten“ auch eine Eskorte haben wollten. In der Kampagne 2015 wird die Garde nun närrische 111 Jahre alt.

Die Gardemitglieder verpassten sich zunächst eine Fantasieuniform, die der Montur der Schill’schen Husaren ähnelte. Später wurde sie von einer selbst erdachten Paradeuniform abgelöst. Bis 1956 stand sogar ein Prinz an der Spitze. Der letzte war Johann Wies. Nach ihm reorganisierte Richard Piemont als erster General die bunte Formation und initiierte auch eigene Aktivitäten. Seitdem nennen sich die Mitglieder in den nachempfundenen Uniformen eines holländisch-westfälischen Grenadier-Regiments Grenadiergarde und schafften 1986 zur Förderung des Gleichheitsgedankens alle Dienstgrade ab. Die Führung übernehmen seitdem Vorstandsmitglieder. Seit 2009 ist dies Stefan Joos.

Bei Ortsvereinen präsent

Machte schon früh ein Fanfarenzug auch bei außerfastnachtlichen, in- und ausländischen Wettbewerben von sich reden, so gilt dies insbesondere für den 1973 gegründeten, von Horst Lukas geleiteten und mit einer Erfolgsserie behafteten Modernen Musikzug. Er bereichert mit Gemeinsinn auch die Veranstaltungen von Ortsvereinen, repräsentiert die Stadt beim Gutenberg-Marathon und am Rheinland-Pfalz-Tag, vertrat sie beim Jubiläum der Partnerstadt Erfurt, musizierte auch in anderen deutschen Städten, wurde mehrfach Landesmeister und heimste bei großen auswärtigen Festlichkeiten Lob und Pokale ein.

Seine große Bühnenschau bei den Sitzungen zählt zu den Glanzpunkten des Repertoires. Neue und fastnachtbegeisterte Musiker sind stets willkommen.

Im Rosenmontagszug

Schon ein Jahr nach ihrer Gründung organisierte die Garde den Gonsenheimer Fastnachtsumzug mit und ist ihm treu geblieben.

Längst ist die Gonsenheimer Grenadiergarde auch im Rosenmontagszug mit Musik, Reiterkorps und viel Nachwuchs vertreten. Den ursprünglich gefassten Beschluss, die Zahl der Uniformierten um die 150 festzuschreiben, verfolgt man noch immer.

Auch gesellschaftliche Aktivitäten außerhalb der fünften Jahreszeit hält die Gonsenheimer Truppe zusammen.

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Allgemeine Zeitung Mainz vom 09.09.2014

Mainz bleibt Mainz: Obermessdiener Andreas Schmitt 2015 wieder Präsident der Fernsehsitzung

von Jens Grützner

MAINZ - Nach der fulminanten Premiere als Präsident der Fernseh-Fastnachtsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ in der vergangenen Kampagne, hebt der SWR Andreas Schmitt wieder auf den Thron. Der schlagfertige 52-Jährige ist seit Jahren „Obermessdiener“ in der Bütt und Sitzungspräsident der Eiskalten Brüder in Gonsenheim.

Hallo Herr Schmitt. Völlig überraschend sind Sie wieder zum Sitzungspräsidenten von Mainz bleibt Mainz gekürt worden…

Die SWR-Verantwortlichen Christoph Hauser und Günther Dudek haben mich am Telefon gefragt, ob ich am 13. Februar nächstes Jahr schon was vor habe. Ich hatte mir aber schon gedacht, dass es im Bereich des Möglichen liegen könnte, dass ich das Treppchen wieder erklimmen darf... Ich bin stolz drauf.

Es gab praktisch nur Lob für Ihre Premiere als Sitzungspräsident. Sind Sie anschließend in der Stadt noch öfter angesprochen worden als das bisher der Fall war?

Ein deutliches Ja. Wobei mich die neue Bekanntheit auch ein bisschen schockiert hat: Ich konnte beim Autofahren keinem mehr einen Vogel zeigen.

Ihre Vorstellung war gut, die Quote mit 5,7 Millionen Zuschauern so schlecht wie noch nie in der Geschichte der Sendung. Ihre Analyse?

Es gab ab Januar schon so viele Fernsehsitzungen in den Regionalprogrammen, dass die Leute vielleicht schon gesättigt waren. Außerdem ist die Medienvielfalt so groß wie noch nie. Wir haben 2014 aber auch einen gewissen Generationenwechsel eingeleitet. Und ich bin mir sicher, dass wir die Zuschauerzahlen vielleicht auch durch die ein oder andere Programmänderung wieder nach oben drehen, wieder eine Sechs vor dem Komma bekommen können.

Und wie lange haben Sie vor, Sitzungspräsident zu bleiben?

Bei den Eiskalten Brüdern Gonsenheim will ich bis zum 63. Lebensjahr Präsident bleiben – übermorgen werde ich 53. Und weil die nächste Fernsehsitzung die 60. ist, wäre es mein Wunsch, bis zur 70. zu bleiben. Aber wenn ein anderer wie Phönix aus der Asche kommt und es besser macht, stehe ich ihm natürlich nicht im Weg. Wir sind alle nur Rädchen im großen Getriebe.

Aber beim zweiten Mal ist es doch schon Routine, oder?

Routine darf es nie geben. Und das Publikum ist sowieso immer ein anderes.

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Allgemeine Zeitung Mainz vom 01.03.2014, Seite 11

Andreas Schmitt mit prima Premiere


Von Michael Bermeitinger

 Mainz. Um´s vorweg zu nehmen: Ja, er kann es. Auch Millionen TV-Zuschauer haben Andreas Schmitt als frischgebackenen Sitzungspräsidenten bei "Mainz bleibt Mainz" nicht aus dem Rhythmus gebracht. Der närrische Kugelblitz hat die Mutter aller Fernsehsitzungen witzig, schlagfertig und bisweilen frech, vor allem aber souverän über die Bühne des Schlosses gebracht.

 Vielleicht war es nicht hundertprozentig der Gonsenheimer Sitzungschef, denn mancher Alt-Gunsenumer Scherz wäre wohl in der Tat nicht TV-kompatibel gewesen, aber es war auf jeden Fall das Original Andreas Schmitt. Flüssige Anmoderationen, gute Verabschiedungen und Überleitungen - das hat gepasst. Und als er während einer Moderation kurz nach hinten jemanden anblaffte "Jetzt halt doch mal´s Maul!" blitzte kurz das Schlappmaul auf.

 Auch wenn viele der präsidialen Aufgaben mehr formaler Natur waren, so hat Schmitt eine eigene Klangfarbe eingebracht. Und mit mehr als 35 Minuten in dieser Funktion nahm er auch einen sehr beachtlichen Teil der Sitzung ein - seinen späteren Auftritt in der Bütt nicht mitgerechnet.

 Bei den vier Begrüßungsblöcken, pflichtschuldiges Bauchpinselungsritual seit uralten Zeiten, holte Schmitt gute Gags raus: Etwa bei Wiesbadens OB Gerich, dem er freundlich-frech nicht nur einmal einschenkte, aber dann auch beim hessischen Ministerpräsidenten: "Haben Sie mich nicht verstanden, Herr Bouffier? Nein? Das ist der Fluglärm über uns. Da müssen wir was tun."

 Und viele Sympathien erwarb sich der Sitzungspräsident aber auch, als er zwischen all der Politprominenz seine Frau Jutta begrüßte. Chapeau! Eine positive Bemerkung über diese nette Geste brachte bei Facebook 200 Likes, aber auch sonst waren die Reaktionen im Netz durchweg gut.

 Bei unserem Facebook-Auftritt zu "Mainz bleibt Mainz" gab es viele, viele positive Kommentare über Schmitts Sitzungsführung: "Locker und gute Sprüche", "Locker, flockig, määnzerisch" und einer meinte sogar, "Da ist ein neuer Rolf Braun geboren." Vielleicht ein bisschen arg vorgegriffen, aber nach dem öffentlichen Riesenlob von MCC-Sitzungspräsident Jürgen Wiesmann dürfte Schmitts Präsidentschaft 2015 nichts im Wege stehen.

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Allgemeine Zeitung Mainz vom 25.02.2014, Seite 11

ADAC-Statistik:
111 Prozent der Züge pünktlich

Von Michael Bermeitinger

Mainz. Sollte sich jemand gefragt haben, was die Ernennung zum TV-Sitzungspräsidenten mit Andreas Schmitt macht, dann ist die beruhigende Antwort: Nichts. Er zelebriert auch bei "Alt-Gunsenum" die gleiche brachiale Körperlichkeit wie immer, thront und dröhnt, ist derb und schlagfertig, lacht und lärmt. Eine Naturgewalt. Ob aber "Mainz bleibt Mainz" in den Genuss von 100 Prozent Schmitt kommt? Auch wenn er bei Brüllern der gröberen Art jedes Mal anfügt: "Des könne mer am Freitag nit bringe", meint man doch ein Augenzwinkern zu erkennen.

Männer im Winzerhemd

Ja, Schmitt ist sein eigener Programmpunkt, ein Schwergewicht in jeder Hinsicht, aber keiner, der die anderen platt macht. Allerdings tummeln sich bei der Traditionssitzung der Eiskalten Brüder ohnehin viele Schwergewichte, ist ja "Alt-Gunsenum" selbst schon ein Wert an sich. Kleine, feine Halle, die Männer in Winzerhemd oder Strickwams, auch die Damen gern ländlich, und man ruft "Huuch!" statt Helau.

Wer´s in der TGM-Halle abbekommt ist klar: Finther dauernd, Wiesbadener sowieso und deren OB Sven Gerich gleich richtig. Der sitzt mit OB Michael Ebling ganz vorn, und beide bekommen vom guten Protokoller Andreas Keim eingeschenkt, wobei Schmitt noch einen draufsetzt: "Gell Sven, des is hier nur Überlebenstraining, wart emol uff Freitach." Wobei er gegen Rückgabe von Kastel und Kostheim bereit wäre, ihn bei der TV-Sitzung nicht ins Visier zu nehmen.

Die Gesangsgruppen "Spinatwachteln" und "Eisbären" sind feine Tradition bei den "Eiskalten" - und gut obendrein. Zwischen ihnen eingebettet sind die Abräumer des ersten Teils, Vater und Sohn Rudi und Achim Hube als "Bolizei", wobei Rudi keinen Zweifel lässt, was er macht, wenn im März Kardinal Müller Finthen besucht: "Absperrn! Absperrn! Der kommt mer nit durch Gunsenum." Die Finther und ihr Kardinal, insbesondere - und ganz aktuell - die Chaosfahrt nach Rom am Wochenende, sind ohnehin willkommenes Ziel des Spotts.

Den bekommt die Bahn doppelt und dreifach ab im legendären Zwischenspiel, das das Komitee der Eiskalten auf dem verwaisten Hauptbahnhof des Sommers 2013 zeigt. Seit sechs Wochen warten sie auf ihren Sambazug, verpflegt von der Freiwilligen Feuerwehr Finthen - mit Spargel, immer wieder Spargel. "Isch will Worscht", dröhnt Schmitt in mutigen kurzen Hosen nebst strammem T-Shirt, bevor Sabine Flegel mit ihrer Expertenkommission aus den VR-Bankern Theo Stauder und Tobias Schmitz, Harald Augter und Staatssekretär Jürgen Hefner Rettung verspricht, aber doch nur eine ADAC-Statistik präsentiert: "111 Prozent der Züge sind pünktlich."

Gelungene Premiere dann - "oh weh, oh weh, zwei OB" - der Auftritt von Ebling und Gerich, die schließlich Rat von einem holen, dessen Zug immer pünktlich geht: MCV-Zugmarschall Kay Uwe Schreiber... Netter Running Gag: Mekki Becker (Frank Brunswig) von der Gorgonzolacamorra hat Bahnchef Grube als Geisel und will erst 500 000 Euro, dann die Hälfte, 100 000, schließlich 500 Euro... und bekommt nur Spott.

Mit "Paco & Paco", Vater und Sohn Gerhard und Christian Carra, stürzten sich zwei Lehrer musikalisch höchst gelungen auf ihren Berufsstand ("Morgens haben sie Recht, nachmittags frei"), bevor Guido Heddergott und Rudi Lucas ihren bewährten Festakt auf die Beine stellen - diesmal für 11 x 11 Jahre Eiskalte Brüder. Mit Rudi Hube als "Chancellor of the carneval association of the whole universe" eine gnadenlos gute Nummer.

Schönster Anblick des Abends war trotz der anmutigen "Jungsters" das "Fantasy Ballett" des TSV Schott mit ihrer kaum zu toppenden "Herr der Ringe"-Umsetzung, wobei auch der folgende Auftritt der wunderbaren Dorfmusiker vom Komitee noch einen Höhepunkt an Optik und Grazilität bot - Andreas Schmitt als Cindy aus Marzahn.

Ganz ohne Zweifel: Wer Mut und Selbstironie für einen Auftritt als rosa Kugelblitz hat, dem muss auch vor der Fernsehsitzung nicht bange sein.

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Allgemeine Zeitung Mainz vom 12.02.2014, Seite 9

ZDF erteilt Schmitt den Segen

Von Monika Nellessen

Mainz. "Ich weiß es seit einer Minute, und ich freu mich riesig", sagt Andreas Schmitt. Da ist es kurz nach halb sechs am Dienstagabend - und im ZDF verabschieden sich nach anderthalbstündigem Gespräch die Delegationen von MCV, MCC, KCK und GCV. Der 52-Jährige, bundesweit in seiner Vortragsrolle als "Obermessdiener" bekannt, wird bei der TV-Sitzung am 28. Februar die Schelle schwingen. Nach "eingehender Sichtung der Sitzungen" hätten sich das ZDF und die Vereinspräsidenten "mehrheitlich" für Andreas Schmitt entschieden, formuliert ein ZDF-Sprecher. Eine formale Abstimmung gab es jedoch nicht - laut TV-Vertrag entscheidet der Sender "im Benehmen" mit den Vertragspartnern über den Sitzungspräsidenten. Das heißt: Ihre Meinung durften die Vereinschefs zwar sagen, reinreden konnten sie dem ZDF aber nicht.

"Mit Andreas Schmitt haben wir einen erfahrenen Fastnachter und Sitzungspräsidenten, der Mainzer Lebensfreude verkörpert. Seine Sitzungsmoderationen zeichnen sich durch Souveränität, Authentizität und echten Mutterwitz aus. Andreas Schmitt geht individuell und spontan auf die einzelnen Programmpunkte ein und bereitet damit jedem Akteur einen idealen Boden für den Auftritt", begründet ZDF-Unterhaltungschef Oliver Fuchs die Entscheidung. Wie zu hören war, stellten auch die Sendeverantwortlichen Timo Rieth und Thorsten Haas die Originalität von Schmitt heraus, der seit 1996 Sitzungspräsident der "Eiskalten Brüder" ist: Schmitt sei eine "Mainzer Type" mit Wiedererkennungswert - witzig, schlagfertig und live-tauglich. Letzteres konnte er bei Fernsehauftritten auf der schwierigen Position des Schlussredners beweisen. Das Argument, dass Schmitt ja keine der Sitzungen der vier Traditionsvereine leite, ließen die Fernsehverantwortlichen nicht gelten. Schließlich sei Schmitt ja MCV-Aktiver. In diesem Sinne hatte sich auch Jürgen Dietz (MCV) vor Tagen in der AZ geäußert.

Der frühere TV-Sitzungspräsident Hans-Peter Betz (GCV) sagt auf AZ-Anfrage diplomatisch: "Ich hoffe, dass es gelingt und wir Erfolg mit der Sitzung haben." Deutlichere Skepsis scheint es in den Reihen von MCC und KCK gegeben zu haben. MCC-Präsident Horst Seitz ist ehrlich: "Ich hatte einen ganz anderen Favoriten." Doch der so benannte MCC-Sitzungspräsident Jürgen Wiesmann kam ebenso wenig zum Zuge wie Sebastian Grom (GCV), Guido Seitz (MCV) und Bardo Frosch (KCK), der beim AZ-Voting überraschend mit 44,3 Prozent vorne lag. Jedoch betont auch der MCC-Präsident, nach der ZDF-Entscheidung werde es keinen Streit geben, nun werde Schmitt unterstützt.

Der ist ein "Urfassenachter", in Mainz geboren und seit seiner Jugend in Nieder-Olm zu Hause. Als "Mann von der der Hotline" kennen ihn die Mitarbeiter des Bistums, dort ist er in der EDV-Abteilung tätig. Als ehemaliger Gewichtheber ist er ein Schwergewicht, das nichts so leicht aus der Fassung bringt - auch nicht die neue Aufgabe, die er selbst "ganz entscheidend für das Gelingen der Sitzung" findet. Falls es gewünscht wird", traue er sich auch zu, neben dem Sitzungspräsidenten noch den "Obermessdiener" zu geben. Schmitts Erfolgsrezept: "Ich bleibe einfach, wie ich bin." .

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Allgemeine Zeitung Mainz vom 03.02.2014, Seite 13

Zirkus im Beamtenpullunder

Von Maike Hessedenz

MAINZ. Märchenhaft! Schneewittchen, der Froschkönig, Rumpelstilzchen, der Prinz und die Hexe entspringen dem dicken Bilderbuch; Bauchtänzerinnen schwingen ihre glitzernden und klimpernden Röckchen; in der Zirkusmanege tummeln sich gelenkige Raubtiere, fröhliche Häschen, sportliche Clowns und flotte Varietédamen; sogar die Hobbits aus "Herr der Ringe" lassen sich blicken.

Die Eiskalten Brüder Gonsenheim (EBG) feiern 11 x 11-jähriges Bestehen - und verwandeln dafür die Rheingoldhalle in eine echte Traumwelt. Die Ballett-Youngsters des TSV Schott (Leitung Mona Blettgen und Stephanie Brenken) mit ihrem Auftritt aus 1001 Nacht, die Eisbären (Leitung Roman Trutzel und Christopher Ludwig) als großartiger Märchenchor, die Showtänzer der Rot-Weißen Funken Frickhofen (Leitung Nadine und Kirsten Reusch) mit der farbenfrohen Zirkusshow und das EBG-Ballett (Leitung Karin und Simone Carra) mit dem beeindruckenden Hobbit-Tanz sind die absoluten Hingucker der Jubiläumssitzung der Eiskalten. Erstmals hat der Verein, der ansonsten hauptsächlich in der Gonsenheimer Turnhalle feiert, in die Rheingoldhalle geladen. "Das kriegen wir schon in den Griff", hatte Sitzungspräsident Andreas Schmitt zu Beginn der fast sechseinhalbstündigen Sitzung versprochen. Und gehalten. Die 2500 Gäste in der ausverkauften Halle sind begeistert, nach vielen Programmpunkten gibt es stehende Ovationen. Je später es wird, desto mehr nimmt die Show an Fahrt auf: In der Kokolores-Abteilung brilliert Sabine Pelz als Chefhostess der Stadt Mainz. "Ohne mich lääft in Meenz nix", schwatzt sie forsch und frech aus der Bütt. Nur bei Elton Johns Anruf: "Ich seh black for the Concert", platzt ihr der Kragen. "Isch glaab, du host se net all together", schnauzt sie ihn an - schließlich musste sie so mit Nana Obskuris "Heiße Fleischworscht aus Fintheeen" Vorlieb nehmen.

Gerd Emrich, in Cordhose und Beamtenpullunder, hat stattdessen auf unterhaltsame Art und Weise mit Initiativabsagen und maximalpigmentierten Schaumtörtchen zu kämpfen, während Rudi Lucas und Guido Heddergott, die beiden Vereinsmeier von den "feuchtwarmen Schwestern Gonsenheim", Badewanne spielen: "Es ist Samstag und ich lass mich volllaafe." Die Kult-Saalkellner Frank Brunswig und Julian Seitz bringen dazu die passenden Tröpfchen, die Hochdomer Protzdrossel, den Hauswein des Limburger Bischofs unters Volk. Und von dem nimmt auch die eiskalte Allzweckwaffe Andreas Schmitt, der nicht nur als Sitzungspräsident unvergleichlich ist, sondern zwischendurch auch noch als knallpinkfarbene Cindy aus Marzahn über die Bühne kullert, ein paar ordentliche Schoppen: Schließlich, das betont er in seiner Paraderolle als Obermessdiener, sei er in der katholischen Kirche der einzige, der die Tebartz-van Elst´sche Badewanne auch vollmachen kann.

Aber zurück zum Ernst des Lebens: Der Politik. Auch die ist bei den Eiskalten hochkarätig besetzt. Unter anderem mit Protokoller Andreas Keim: Wortgewandt und fantasievoll fasst er die politischen Quintessenzen der vergangenen Monate zusammen - und hat dabei auch ein Auge auf die neue Bundesverteidigungsministerin geworfen: "Truppenursel hat schon gesiegt: sieben Mal Kreißsaal, die verliert keinen Krieg."

Und Jürgen Dietz, der Bote vom Bundestag, analysiert feinsinnig und treffsicher das Wahlergebnis. Fazit: "Der Misthaufen bleibt, die Fliegen wechseln."

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