Presseschau 2013

 

Allgemeine Zeitung Mainz vom 04.10.2013, Seite 10

Zusatzsitzung der Eiskalten


MAINZ (mhz). Acht Sitzungen, davon fünf in der großen Turnhalle Gonsenheim, eine im Schloss, eine auf der Laubenheimer Höhe und eine in der Rheingoldhalle wollten die Eiskalten Brüder in ihrer Jubiläumskampagne zum 11x11-jährigen Bestehen bestreiten. Und diese acht Sitzungen seien bereits jetzt fast ausverkauft, sagt Vereinspräsident Karlheinz Hummel. Weswegen sich der Verein entschieden habe, eine Zusatzsitzung am 24. Januar in Gonsenheim zu veranstalten. "Die Nachfrage hat uns sehr überrascht", sagt Hummel. "So extrem haben wir das noch nicht erlebt", freut er sich. Allein bis Ende August seien 8000 Bestellungen auf verfügbare 6400 Plätze eingegangen. "Das große Interesse freut uns sehr", sagt er - auch, wenn es den Verein jetzt vor ein "Luxusproblem" stelle.

Karten, auch noch einige Restkarten für die Sitzung in der Rheingoldhalle gibt es im Internet unter www.eiskalt-online.de.

 

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Mainzer Allgemeine Zeitung vom 05.02.2013

Dirndl-Stoff für Brüderle

Von Maike Hessedenz

MAINZ. Das ist Fastnacht für Genießer: Dr. Simone Sanftenberg, Landessenderdirektorin des SWR, wuselt als lappenschmeißende Putzfrau über die Bühne, SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Hartmann hüpft im Röckchen als Heiliger St. Florian umher, Michael Ebling mimt den ehrwürdigen Oberbürgermeister Göttelmann, IHK-Präsident Dr. Harald Augter den Kriminalrat: Alle zusammen gehören mit vielen anderen bekannten Gesichtern einem ziemlich schrägen, aber dafür umso vergnüglicheren Bühnenwerk an, in dem es um die unerhörte Frage geht, ob die Finther Feuerwehr und die Gonsenheimer Feuerwehr gemeinsame Sache machen sollen. Die Kult-Sitzung "Alt Gunsenum" der Eiskalten Brüder lässt Narren und Publikum zur Hochform auflaufen. Und dabei spielt auch ein Gast der Sitzung eine nicht ganz unbedeutende Rolle. FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle, Mitglied des Großen Rates der Eiskalten Brüder, lässt so einige Anspielungen in Sachen Dirndl lachend über sich ergehen. "Ich füll´ gleich n´ ganz´ Dirndl aus", empört sich Sabine Flegel in ihrer Rolle als "Bürgermeisterin" des Zwischenspiels über die Feuerwehrpläne; sogar bis zum vierten Dirndl, das ihr dann von ihrem "Brüderle", in Person von Andreas Keim serviert wird, steigert sich ihre Wut - proportional zur Begeisterung des Publikums.

Rainer Brüderle selbst, der in einer der ersten Reihen sitzt, kann offenbar mitlachen; nicht zuletzt sicher auch, da er zu Beginn der Sitzung mit kräftigem und langanhaltendem Applaus begrüßt wurde.

"Alt Gunsenum" ist bekannt für seine exotischen Beiträge - und die machten auch in diesem Jahr die Sitzung zum echten närrischen Erlebnis.

Zum einen, weil kaum jemand vermutet hätte, dass Adi Guckelsberger tatsächlich soviel Messwein in einem Zug trinken kann wie Obermessdiener Andreas Schmitt; zum anderen, weil nur wenige Andreas Schmitt einen andächtigen Nachtwächtergesang á la Guckelsberger zugetraut hätten. Der Rollentausch der beiden Schwergewichte ist nur einer der vielen unkonventionellen und überraschenden Beiträgen: Thomas Becker und Frank Brunswig rocken einen nahezu unvorstellbaren, urkomischen närrischen Nonsens von der Bühne, die Spinatwachteln präsentieren sich in ihrem 2x11. Jubeljahr in absoluter Hochform, was Grünzeug-Hits und Gonsenheim-Hymnen angeht; die Hotelpagen Marcus Schwalbach und Wolfgang Hochhaus erzählen vom Hotelalltag, bei dem der Kaffee so schwach ist, dass er´s kaum aus der Kanne schafft. Für Verpflegung und Unterkunft der Prominenz ist also gesorgt. Denn die zeigt sich nicht nur beim legendären Zwischenspiel, sondern auch auf dem royalen Tanzparkett: Die heiße Sohle, die "Prinzessin" Andreas Schmitt und "Prinz" Karlheinz Hummel aufs Parkett legen, macht ihnen so schnell keiner nach. Umso bewundernswerter, da sich beide nur kurz danach in der Kneipe zum erfrischenden Kokolores-Treff schon wiedersehen. Die Komiteeter garnieren das Ganze mit fröhlichem Klang und Gesang, die Eisbären (Leitung Roman Trutzer, musikalische Leitung Christopher Ludwig) singen sich sogar bis nach Narrenheim; und die beiden Balletts, die Youngster des TSV Schott (Leitung Mona Blettgen und Stephanie Brenken), und "Fantasy" vom TSV Schott (Leitung Karin und Simone Carra), zaubern ein farbenfrohes und vielumjubeltes tänzerisches Feuerwerk auf die Bühne. Da fehlt Protokoller Andreas Keim zu seinem Glück nur noch eins im heimischen Gonsenheim: "Das Gasthaus Brüderle, das wird ein Renner, ist täglich voll von Riesling-Kenner."

 

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Mainzer Allgemeine Zeitung vom 21.01.2013

Eiskalt schwerstgewichtige Prinzessin präsentiert

Von Bernd Funke

Mainz. Brrrrrrrrrrrrr! Was müssen die Spaßbremsen frösteln, wenn ihnen die Eiskalten ihre ebensolche Schulter zeigen. In der Gonsenheimer Turnhalle, "Deutschlands kultureller Mitte" (Sitzungspräsident Andreas Schmitt) ziehen die Eiskalten Brüder auch bei ihrer dritten Fremdensitzung alle Register gegen schlechte Laune, schicken mit "Paco und Paco" (Gerhard und Christian Carra) gleich ein mit den Jahren immer stärker gewordenes Gesangsduo als Eisbrecher auf die Rostra. Und schon nach wenigen Akkorden haben Vater und Sohn, denen der Auftritt nachgerade spürbar selbst Riesenspaß macht, das Auditorium für sich gewonnen.

Da hat es Protokoller Andreas Keim schon schwerer, präsentiert er doch aus dem Eulenfass ein gewichtiges Politmenü, das (wenngleich Keim durchaus kein Freund des perfekten Reims ist) verstanden werden will. Grandios etwa seine Idee, die Hechtsheimer Tunnelbauer zum nicht fertig werdenden Berliner Flughafen zu schicken. Schon wegen der Erfahrung mit Verzögerungen. Ein Feuerwerk des Kokolores, der mit wenigen Worten, aber dafür mit einem herrlich gemimten steigendem Alkoholpegel fast spielerisch dem Publikum die Lachtränen in die Augen trieb, zünden die Wein verkostenden Kellner Julian Seitz und Frank Brunswig. Und als wortartistischer Gegenpol setzt Jürgen Dietz, der altgediente Bote vom Bundestag, einmal mehr Glanzlichter. Und erinnert per Vortrag daran, was die Fastnacht in Mainz ausmacht (ausmachen soll): politisch-literarisch verpackt den Narrenfinger in die Wunden der Gesellschaft zu legen, die laut Dietz aus Exekutive, Legislative und Lukrative besteht.

Natürlich gehört auch ein Gutteil Kokolores zur Narretei. Und für den steht bei den "Eiskalten" Andreas Schmitt, der nicht nur urkomisch sich und andere auf die Schippe nehmend als Sitzungspräsident agiert, sondern auch in seiner Rolle als "Obermessdiener". Dem setzt er in diesem Jahr ein vierfarbbuntes Sahnehäubchen auf - als schwerstgewichtige "Prinzessin" an der Seite des Vereinsvorsitzenden Karlheinz Hummel, der den tapsigen Prinzen gibt.

Zum Erfolgsrezept einer "eiskalten" Sitzung zählen die "Eisbären" (Ltg. Roman Trutzer, musikalische Ltg. Christopher Ludwig) die in dieser Kampagne im fiktiven Örtchen "Narrenheim" die Ankunft eines TV-Teams erwarten. Selten hat ein Text so gepasst wie der des Songs der Gruppe "Hey, wir woll`n die Eisbär`n sehn...". Immer wieder ein "Kunst"-Genuss ist die eiskalte Dorfmusik (Ltg. Michael Heinz) des Komitees. Gelegenheit, sich vom furiosen Auftritt des Balletts "Fantasy" (Ltg. Karin und Simone Carra) zu entspannen, das mit den "Hexen von Oz" auch in diesem Jahr ein brillantes optisches Meisterwerk abliefert.

Gäbe es eine Kokolores-Krone, so wäre sie Rudi Lucas und Guido Heddergott sicher. So herrlich können sich sogar Fastnachter selbst auf den Arm nehmen. Heddergott ist ein zwerchfell-quälender "Jabazz", Lucas ein umwertend komischer "Schrill" - tolle Karrikaturen des Bajazz und des Till.

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Mainzer Rhein-Zeitung vom 21.01.2013

finther sind immer für eine pointe gut

Eiskalte Sitzungspräsident Andreas Schmitt ist sogar ein bisschen neidisch auf das benachbarte Bergdorf

Von unserer Mitarbeiterin Helene Braun

Gonsenheim. Wenn die Temperaturen unter Null sinken und Schnee die Breite Straße bedeckt, wird es in der TGM-Halle erst so richtig heiß. Da feiern die „Eiskalten Brüder“ Fassenacht und Eisbären bevölkern die Bühne. Und wenn dann das Publikum meint, sich lautstark austauschen zu müssen, ist der Sitzungspräsident davor. „Schnabbel halte, wenn de Präsident was red'!“, tut Andreas Schmitt lautstark kund, und mit Vollgas und Karacho geht es in die Sitzung und ins Programm.

Zahlreich vertreten erscheint die Grenadiergarde, die 40. Geburtstag feiert. Und auch die Spitzen, wohl gesetzt im Sozialverhalten von Präsident Karl-Heinz Hummel und Andreas Schmitt, dürfen nicht fehlen. Da wird der als „George Clooney der Eiskalten“ gepriesene Hummel schnell mal zum Johannes Heesters als Revanche, wenn es um Schmitts Beleibtheit geht.

Den Prolog musste Hans Walter Sans diesmal ohne David Kropp halten, und er beschloss dann gleich, das ganze Programm alleine zu stemmen und markierte Redner und Ballett. Doch schon eine Viertelstunde nach Beginn begannen die Zuschauer selbst zu tanzen. „Paco & Paco“ (Gerhard und Christian Carra), jetzt auch mit der deutschen Fassung von Bob Dylans „Blowing in the Wind“, rissen alle von den Stühlen.

„Auch wenn ihr sitzt im Saal weit hinte, auch wenn ihr wohne müsst in Finthe...“, die Bergdorf-Kabbelei gehört dazu. Das weiß auch Protokoller Andreas Keim und startete den Reigen der politisch-literarischen Fastnacht. Bundestagsbote Jürgen Dietz ist sicher: Das Hessenabitur wird in Rheinland-Pfalz schon als Behindertenausweis anerkannt. Was Peer Steinbrück betrifft, heißt es „Gier kommt von Regierung“. Und: „Da lob' ich mir den Altmaier, das Fleisch gewordene Überhangmandat.“ Die rechte Polit-Kokolores-Mischung brachte allerdings der Fleisch gewordene Frohsinn der Eiskalten selbst. Andreas Schmitt hat die Sensation erkannt: „Der erste Meenzer im Vatikan is' wirklich en Finther.“ Ein herber Schlag für die Gonsenheimer, dafür gibt es die Überlebensgarantie beim Weltuntergang: „Wir sind alle noch da, jaaa. Ham sich ganz schee getäuscht, die Majaaa.“

Nicht minder temperamentvoll zeigte sich Sabine Pelz. Die Chefhostess der Stadt mahnte in punkto marodes Rathaus zum schnellen Handeln: „Der Verfall wird immer schneller, wenn mer jetzt nix macht, komme die Leichen aus'm Keller.“ Mit reichlich komödiantischem Talent ausgestattet, griffen Saalkellner Frank Brunswig und Julian Seitz die Rathausthematik auf und wollten zudem eine Lanz' für Gottschalk brechen. Gerd Emrich huldigte den Mettbrötchen und propagierte: „Käskenner esse mit und ohne Dorscht, doch de beste Käs' is' immer noch Worscht.“ Fein ziseliert und geplänkelt kamen Rudi Lucas und Guido Heddergott als Symbolfiguren „Schrill“ und „Jabazz mit de Latern'“, in Wahrheit polnische Saisonarbeiter und angeheuert für eine Kampagne, daher. „Was, ihr habt kää einziges Prinzenpaar, mir habe zwää.“

Das ließen Hummel und Schmitt nicht auf sich sitzen. Im Kleid vom „Schatzi“ aus dem Vorjahr machte Schmitt auch 2013 eine gute Figur und wagte mit Prinz Hummel ein Tänzchen zum Komiteeter-Musikreigen, der „Eiskalten Dorfmusik“. Für musikalische Unterhaltung sorgte Ede Strack mit Stimmungsliedern, Torsten Ranzenberger „wär so gerne Schwellkoppträger“, die Eisbären sangen und die Synkopers machten die Hauskapelle. Tolle Bilder zauberten das EBG-Ballett und die „Youngstars“ auf die Bühne. Helene Braun

 

 

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