Presseschau 2017

ALlgemeine ZEitung Mainz vom 08.11.2017

„Eiskalte Brüder“: Bert Christmann ist neuer Präsident der Gonsenheimer Traditions-Fastnachter

 Von Maike Hessedenz

MAINZ - Herzklopfen. Das ist eine der Auswirkungen, die das neue Ehrenamt bei Bert Christmann mit sich bringt. Natürlich weiß der frisch gekürte Präsident der Eiskalten Brüder Gonsenheim (EBG) um die Verantwortung, die er mit dem Chefposten in dem gut 600 Mitglieder starken Verein übernommen hat. Er hat auch eine Ahnung davon, wieviel Zeit der Präsidentenjob in einem großen Mainzer Fastnachtsverein verschlingen wird. Vor allem aber freut er sich auf die neuen Möglichkeiten der Mitgestaltung, die er mit dem närrischen Ehrenamt übernommen hat.

Ganz unbekanntes Terrain beschreitet der 53-Jährige nicht, schließlich ist er erfahrener und überzeugter Ehrenamtler; schon in Jugendzeiten war er in seinem Heimatort im Odenwald im Vorstand des Fußballvereins aktiv, war später in Mainz im Jahr 2001 Sprecher der Wirtschaftsjunioren, 2004 war er sogar Bundesvorsitzender des Verbands junger Unternehmer – immer neben seinem Job bei der Mainzer Volksbank. Dort ist der Diplom-Betriebswirt inzwischen Direktor Finanzmärkte. Und diese Affinität zu Zahlen verhalf ihm vermutlich im Jahr 2010 zu seinem Karrierestart in der Mainzer Fastnacht. Sein Vorgänger im Präsidentenamt der Eiskalten, Karlheinz Hummel, war es, der ihn zu seinem Verein holte – und dort wurde er vor sieben Jahren vom Fleck weg zum Schatzmeister gekürt.

Nachdem Hummel und dessen Vizepräsidenten angekündigt hatten, nicht mehr kandidieren zu wollen, fiel die Wahl zum neuen Präsident auf ihn. In einem Jahr, das vermutlich arbeitsintensiver und aufregender kaum sein könnte. Schließlich feiern die Eiskalten Brüder 2018 ihr 125-jähriges Bestehen. An seiner Seite weiß er allerdings die beiden langjährigen Vereinsaktiven Wolfgang Kaufmann und Jürgen Häfner. „Das sind Co-Piloten, auf die man sich verlassen kann und die die Zeit, die man investiert, wertvoll machen“, sagt er.

Bert Christmann ist keiner, der selbst in die Bütt steigt oder im Trommlercorps aktiv ist, er wirkt eher im Hintergrund. „Es gibt sicher viele, die besser Fastnacht können als ich. Aber ich glaube, ich kann Verein“, sagt er.

Und er will noch mehr Menschen dafür gewinnen, sich bei den Eiskalten aktiv einzubringen, Verantwortung zu übernehmen. Natürlich werde er auch seine eigene Handschrift im Verein verwirklichen, sagt Bert Christmann, der mit seiner Frau in Gonsenheim lebt.

Dabei habe er ein professionelleres Produktmarketing oder auch eine Optimierung des Außenauftritts der Eiskalten auf der Agenda, unter anderem mit einer Aufwertung der Webseite. Der Große Rat und weitere Sponsoren seien zudem enorm wichtig, um das Vereinsleben übers Jahr hinweg aufrecht erhalten zu können, sagt er. Denn auch, wenn die Eiskalten neun, meist ausverkaufte, eigene Sitzungen bestreiten, so reichten diese Einnahmen längst nicht für den Rosenmontagswagen, die Utensilien, die für die Kampagne angeschafft werden müssten oder Maßnahmen wie den Anbau für die Halle, der jetzt gerade genehmigt wurde.

Mit Marken wie „Alt Gunsenum“ oder auch dem in Stadt und Land bekannten Sitzungspräsidenten Andreas Schmitt habe der Verein Trümpfe, auf die er stolz sein könne, sagt der Chef der Eiskalten. Auch wenn er natürlich nichts dagegen hätte, wenn Andreas Schmitt in seiner Rolle als Sitzungspräsident bei „Mainz bleibt Mainz“ deutlicher als Aktiver der Eiskalten erkennbar wäre. Nichtsdestotrotz: Dass viele Aktive der Eiskalten es immer wieder in die Fernsehbütt schaffen, freut ihn sehr.

Die Mainzer Fastnacht hat es ihm angetan, deswegen engagiert er sich. „Die politisch-literarische Fastnacht flößt mir Hochachtung ein“, sagt er. „Genau das ist das Alleinstellungsmerkmal, das es zu hegen und zu pflegen gilt.“

 

Lokale Zeitung vom 06.06.2017

GCV und Eiskalte Brüder feiern gemeinsam Geburtstag

Gonsenheim – Die Gonsenheimer Fastnacht kommt aus dem Feiern nicht mehr heraus. Nach der Jubiläumskampagne des Gonsenheimer Carneval-Vereins (GCV) 2017 feiern in der nächsten Kampagne die Eiskalten Brüder Gonsenheim (EBG) ihren 125. Geburtstag. Das ist der passende Anlass, für eine große Feier. Und die wird es in der Kampagne 2018 auch geben als Gonsenheimer Gemeinschaftssitzung am 20. Januar 2018 um 18.33 Uhr in der Rheingoldhalle Mainz.

Wer beide kennt, wird sich bereits heute auf ein Fastnachts-Feuerwerk freuen. Denn GCV und EBG stehen nicht nur für närrische Traditionen sondern seit vielen Jahren auch immer wieder für neue und frische Ideen. Und einige besondere Überraschungen werden sie sich für diesen Abend einfallen lassen.

GCV und Eiskalte gemeinsam. War da nicht was? Nein, da ist nichts. Eine gewisse historische Konkurrenz gibt es heute nur noch im sportlichen Sinne. Natürlich gehört neben Salz schließlich auch immer etwas Pfeffer in die Suppe. Aber aus Rivalität ist längst eine Freundschaft erwachsen. „Wir beide haben in jeder Kampagne ausverkaufte Häuser. Viele gehen zu beiden Vereinen. 2018 können unsere Freunde das sogar an einem Abend machen, oder sogar drei Mal zu uns kommen“, freuen sich die beiden Jubel-Präsidenten Karlheinz Hummel (EBG) und Martin Krawietz (GCV) schon auf den tollen Abend mit einem Augenzwinkern.

Ganz neu ist die Idee einer Gemeinschaftssitzung indes nicht. Bereits im Millenniumsjahr 2000 taten sich beide zusammen und luden sich 800 Gäste ein. In der Rheingoldhalle können nun 2.000 Gäste zu 250 Jahre Gonsenheimer Fassenacht miteinander jubilieren: erst im Saal und dann bei der Nachsitzung. Denn auch dafür sind die ‚Schokos‘, wie die Gonsenheimer allenthalben auch genannt werden, berüchtigt: auch nach dem Finale geht es noch lange nicht nach Hause.

„Die Gemeinschaftssitzung ist ein Zeichen unseres Zusammenhalts“, bestätigt auch Sebastian Grom, der Sitzungspräsident des GCVs. Es darf spekuliert werden, dass er an diesem Abend mit Andreas Schmitt das närrische Zepter schwingen wird. Bezüglich des Programms gilt es ab heute voller Ungeduld abzuwarten.

Kartenwünsche und -bestellungen auch für die Gemeinschaftssitzung nehmen beide Vereine gerne im Rahmen der jährlichen Kartenbestellungen für die Kampagne 2018 ab Sommer entgegen.

Lokale Zeitung vom 11.04.2017

Osterkrone vor dem Gonsenheimer Rathaus aufgestellt

Von Claudia Röhrich

Gonsenheim – Traditionell an Palmsonntag wird seit 17 Jahren der Brunnen am Gonsenheimer Rathaus mit Osterschmuck versehen. Als es noch keine zentrale Wasserversorgung gab, war frisches Wasser eine Kostbarkeit. Aus dieser Zeit stammt der Brauch, die lebenserhaltenden Quellen zu schmücken. Auf das fließende Wasser müssen sich Gonsenheimer und Besucher allerdings noch bis zur Kommunionfeier im Ort gedulden.

Ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz stammend, wurde der Brauch von einem „Eiskalten Bruder“ aus dem Urlaub in Bayern mitgebracht und seitdem wird die Krone vom Fastnachtsverein „Eiskalte Brüder“ gefertigt und gestiftet. Bei einer kleinen Feier, unterstützt von den Kindern, den Eiskids, wurde der geschmückte Brunnen an die Öffentlichkeit übergeben. Die Jugendgruppe des Vereins, half kräftig bei der Gestaltung mit.

Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich etliche am Rathaus versammelt. Die Osterkrone wurde problemlos auf ein maßgefertigtes Gerüst gehoben. Die zierenden Eier waren in den Farben gelb, rot und lila gehalten, eine lange Bux-Girlande und vier Palmstöcke waren zudem mit bunten Schleifen geschmückt. Zum Auftakt spielte der Musikzug der Grenadiergarde Gonsenheim unterstützt von Mitgliedern der beiden Feuerwehrkapellen aus Drais und Gonsenheim, geleitet von musikalischem Leiter der Eiskalten Brüder, Jürgen Haller.

Ortsvorsteherin Sabine Flegel begrüßte die Schaulustigen und wünschte allen für die kommenden Ostertage, Ruhe und Besinnlichkeit. Sie sagte: „Es ist eine tolle Tradition, die wir in Gonsenheim haben und ich finde es gut, was da an Jugendarbeit geleistet wird.“ Nach dem Lied „Freude schöner Götterfunken“, stimmungsvoll von der Kapelle präsentiert, traten Silvia Wenzel Gemeindereferentin der katholischen Gemeinde St. Stephan und Pfarrerin Dr. Angela Rinn vor das Mikrofon. In ihrer kurzen Ansprache wollte Wenzel von den anwesenden Kindern erfahren, wer denn Kronen so im Allgemeinen trägt. Von der Krone des Königs ging es über zur Lesung der Pfarrerin.

Nach dem Vaterunser, segnete Wenzel die Osterkrone und alle Umstehenden. Mit Hilfe von der Pfarrerin des Westbezirks, diese hielt ihr den kleinen Eimer mit Weihwasser an. Sie lachte, deutete dies als Zeichen der gelebten Ökumene und sagte, „Das muss uns mal einer nachmachen“. Die Feier wurde mit drei Liedern des Gonsenheimer Chors „MGV Heiterkeit“ unter Leitung von Norbert Emig beschlossen. Dankbar nahmen Kinder und Erwachsene Ostereier und Schokoladenosterhasen, von kleinen Helfern gereicht, entgegen. 

Lokale Zeitung vom 22.03.2017

"Bauern unter Strom"

 Lokale Zeitung vom 27.01.2017

"Beim nächsten Mal wird's Forrest Gump"

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