Bibbernde Jungnarren

 Von Joe Ludwig

EISKALTE BRÜDER Als der Verein sich vor 125 Jahren gründete, war es bitterkalt

MAINZ - Mit den Eiskalten Brüdern, die seit Jahrzehnten auch Schwestern in den Reihen ihrer Aktiven haben, erreicht der Älteste unter den profanen und närrischen Jubilaren in der Kampagne 2018 das stolze Alter von 125 Jahren. Das wird er auch mit seiner großen Schar an Akteuren und Arbeitern vor und hinter den Kulissen ungebremster Erfolge wegen zwischen dem 6. Januar und dem 2. Februar kommenden Jahres nicht nur bei zehn Sitzungen im Vorort und in der City unter der Präsidentschaft ihres neuen Vorsitzenden Bert Christmann und des Sitzungspräsidenten Andreas Schmitt gebührend zur Schau stellen. Glückwunsch, wer Eintrittskarten ergattert hat!

600 Mitglieder sorgen für Lebendigkeit

Gehumpelt hat der alte und doch mit aktuell 600 Mitgliedern jung gebliebene Verein in seinem langen Leben nie. Nicht einmal die denkwürdige, äußerst frostige Gründungsversammlung, die in der Gaststätte Ditt in der Engelstraße Philipp Jakob zum Ersten Vorsitzenden kürte, zog etwa einen Schnupfen nach sich. Damals war bei den eisigen Außentemperaturen des Jahres 1893 der Ofen ausgegangen; das nahmen die frierenden Jungnarren sogleich zum Anlass, dem Verein jenen originellen Namen zu geben, der einmal zu einem Markenzeichen werden sollte.

Der Verein bekam rasch Zuspruch, was den urwüchsigen Programmen und den Eintrittspreisen in „Höhe“ von zehn Pfennigen zu verdanken war. Hauptpate einer rasanten Nachkriegsentwicklung war Philipp Becker, der das Wirken seiner Eiskalten Brüder noch im Alter von fast 99 Jahren mit Interesse verfolgt. Von 1948 an stand er 50 Jahre lang an der Spitze, war Vorreiter und Ideengeber für viele positive Entwicklungen und Tausendsassa auf dem Platz des Sitzungspräsidenten, auf der Bühne und in der Bütt. Er kreierte die Kultsitzung Alt Gunsenum mit dem von Prominenten aus allen gesellschaftlichen Bereichen mitgestalteten, komödiantischen und ortshistorischen Zwischenspielen. Er vollzog auch die Umzüge vom Ditt’schen Sälchen in die Saalbauten der Gasthäuser Stern und Löwen und schließlich in die große Turnhalle. Während und nach seiner aktiven Zeit machte sich Philipp Becker in übergeordneten Gremien bis hin zum Präsidentenamt der Europäischen Närrischen Gemeinschaft einen Namen.

Der Eisbär ist das Maskottchen

Der Eisbär, das Maskottchen des Vereins, brummte fröhlich auch in fremden Sälen, bei Ausflügen und Sondersitzungen. Den Vereinsnamen tragen auch die Gesangsgruppe Eisbären und die den Aktiven nachwachsenden Eiskids. Seit 1958 ist man für die Unterstützung durch einen Großen Rat dankbar.

Anlässlich des Jubiläums steigt am 20. Januar 2018 in der Rheingoldhalle eine Gemeinschaftssitzung mit dem Gonsenheimer Carneval Verein „Schnorreswackler“. Seit 1904 haben die Eiskalten Brüder mit ihren Grenadieren auch eine eigene Garde, die mit ihrem Musikzug auch das gesellschaftliche Leben außerhalb der fünften Jahreszeit nach Noten bereichert und bei vielen Wettbewerben erfolgreich war. Im eigenen Vereinsheim am Niedergarten blüht seit 2002 auch eiskaltes Gemeinschaftsleben aus vielerlei Anlässen.

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